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09|03|12

Online-Recherche: schnell und effi­zi­ent mit Google suchen

Unsere Tipps für die Online-Recherche mit Google: Wie Sie mit der Such­ma­schine schnell fin­den, was sie wirk­lich suchen – trotz per­so­na­li­sier­ter Suche durch Google+.

Das kennt jeder: vor jedem Arti­kel, jeder Prä­sen­ta­tion und jedem Work­shop recher­chie­ren wir erst­mal Zah­len, Stu­dien, Best-Practice-Beispiele. Klar, zwei Begriffe in die Google-Suche hauen, geht immer – aber es gibt Tricks, mit denen sich die Suche beschleu­ni­gen und die Ergeb­nisse bes­ser ein­gren­zen lassen.

Dafür sind meist gar keine kom­pli­zier­ten Tools nötig, man muss nur wis­sen, wie man die gebräuch­li­chen Such­ma­schi­nen rich­tig für sich nutzt. Google ist ein gutes Bei­spiel dafür. Obwohl die meis­ten Deut­schen die Such­ma­schine (83 Pro­zent Markt­an­teil) nut­zen, sind viele hilf­rei­che Funk­tio­nen nur wenig bekannt. Um das zu ändern, fan­gen wir vorne an: Wie funk­tio­niert eigent­li­che die Google-Suche?

Warum Google+ die Such­er­geb­nisse beeinträchtigt

Letz­tes Jahr hat Google sein eige­nes sozia­les Netz­werk Google+ gelauncht. Um die­sem mehr Rele­vanz zu ver­lei­hen und das Prin­zip des EScreenshot-Google+mpfeh­lungs­mar­ke­tings anzu­wen­den, bewer­tet Google nun Such­er­geb­nisse höher, die von jemand aus unse­rem Google+-Netzwerk geplust, geteilt oder kom­men­tiert wur­den. Diese wer­den – wie die Google+-Profile unse­rer Freunde – auf der ers­ten Seite der Such­er­geb­nisse angezeigt.

Kri­ti­ker sagen, dass dies die Ergeb­nisse von Google ver­fälscht, da irre­le­vante Ergeb­nisse dadurch viel zu hoch bewer­tet wer­den. Ein wei­te­res Pro­blem könnte sein, dass wir durch per­so­na­li­sierte Suchen nur noch in unse­rem „eige­nen Saft garen“. Wir bekom­men nur noch Tref­fer zu Gesicht, die die in unse­rem Netz­werk vor­herr­schende Sicht­weise bestä­ti­gen. Zudem wer­den die Bei­träge von Google+ gegen­über Bei­trä­gen ande­rer sozia­ler Netz­werke wie Twit­ter bevorzugt.

Dass der eine oder andere nun zur Kon­kur­renz wech­selt, ist für Google noch kein Pro­blem. Gewin­nen die User gene­rell aber den Ein­druck, dass Google an Objek­ti­vi­tät und Rele­vanz ver­liert, kann das schon wie­der ganz anders aus­se­hen. Pro­gram­mie­rer, die bei Face­book, Twit­ter und MySpDie personalisierte Suche von Googleace arbei­ten, haben jetzt das Book­mark Don’t be evil ent­wi­ckelt, wel­ches die Suche von Google ergänzt: Damit wer­den nicht nur Tref­fer von Google+ ange­zeigt, son­dern auch von ande­ren sozia­len Netz­wer­ken. Spon erklärt, wie’s instal­liert wird.

Wem die per­so­na­li­sierte Suche miss­fällt, der kann sie per Knopf­druck aus­stel­len, Die Funk­tion wird aller­dings nur auf Google.com ange­bo­ten. Über zwei But­ton oben rechts kann jeder­zeit zwi­schen per­so­na­li­sier­ter und nor­ma­ler Suche gesprun­gen werden.

Ziel­ge­rich­tet: die erwei­terte Suche

Aber auch ohne per­so­na­li­sierte Suche und dem Google-Algorithmus zum Trotz, ste­hen wir bei Such­an­fra­gen wie „Social Media“ oder auch „Finanz­krise“ vor dem Pro­blem, dass es zu viele Ergeb­nisse gibt – die Anfrage ist also nicht kon­kret genug. Dafür gibt es die erwei­terte Suche, die eigent­lich „ein­gren­zende Suche“ hei­ßen müsste, da sie hilft, geziel­ter zu suchen.

Die Suche lässt sich damit bei­spiels­weise Zeit­raum, Datei­for­mat (zum Bei­spiel pdf, rtf und xls) und Spra­che ein­gren­zen. Unter „Datum, Nut­zungs­rechte, Land und mehr“ gibt es die Mög­lich­keit nach spe­zi­el­len Nut­zungs­rech­ten zu suchen. Will ich nur Ergeb­nisse fin­den, die ich kom­mer­zi­ell ver­wer­ten darf, kann die Suche dahin­ge­hend ein­ge­schränkt werden.

Ope­ra­tion Ope­ra­tor: Suchoperatoren

Mit der erwei­ter­ten Suche kann auch defi­niert wer­den, wel­che Wör­ter unbe­dingt oder über­haupt nicht in den Ergeb­nis­sen auf­tau­chen sol­len. Wem es zu umständ­lich ist, dafür jedes Mal die erwei­terte Suche auf­zu­ru­fen, kann auch in der nor­ma­len Ein­ga­be­maske Suchope­ra­to­ren verwenden.

Das Minus (-) schließt dabei Wör­ter aus. Klas­si­sches Bei­spiel: Sie suchen nach dem Gemüse Kohl, möch­ten aber Ergeb­nisse, die den ehe­ma­li­gen Bun­des­kanz­ler betref­fen, aus­schlie­ßen. Geben Sie ein­fach fol­gen­des ein: Kohl –Hel­mut. Eine Über­sicht über alle Suchope­ra­to­ren gibt’s im Google Guide oder bei Google selbst.

Ist die Such­funk­tion einer Web­seite schlecht, kann Google auch hel­fen: Der Algo­rith­mus mit dem Google sucht, ist viel aus­ge­reif­ter und fin­det so auch ver­lo­ren geglaubte Arti­kel, Blog­posts und Tweets auf wie­der auf, die Ihnen bei der inte­grier­ten Suche nicht ange­zeigt werden.

Ein Bei­spiel: Sie möch­ten sich über die Sicher­heit von Win­dows infor­mie­ren, dabei aber nur Tref­fer von Micro­soft ange­zeigt bekom­men. Geben Sie ein: „win­dows secu­rity site:microsoft.com“. Das funk­tio­niert auch umge­kehrt, wenn Sie aus­schlie­ßen wol­len, dass Tref­fer von Micro­soft ange­zeigt wer­den. Geben Sie ein: win­dows secu­rity –site:microsoft.com

Auf den Schul­tern von Gigan­ten: Googles Spezial-Suchen

Verschiedene Google DiensteGoogle hat übri­gens noch einige Spezial-Suchen zu bie­ten: Die Blog­su­che, um gezielt nach Ergeb­nis­sen in Blogs zu suchen. Scho­lar, das wis­sen­schaft­li­che Doku­mente durch­fors­tet und die Bücher­su­che, die Bücher zu dem gesuch­ten Thema fin­det, sind empfehlenswert.

Über das linke Menü auf der Google-Seite kön­nen Sie die Suche auch auf Dis­kus­sio­nen ein­schrän­ken. Und wei­ter unten fin­den Sie sogar die Mög­lich­keit, nur Dis­kus­sio­nen in Foren oder auf „Frage-Antwort-Portalen“ wie gutefrage.net anzu­zei­gen. Über­blick über alle Son­der­su­chen gibt es unter „noch mehr“.

Übri­gens, Google erfasst nicht das ganze Inter­net. Wenn Google Web­sei­ten nicht indi­ziert hat, die Web­sei­ten zen­siert wer­den oder nicht mehr online sind, dann wer­den diese nicht in Ihren Such­er­geb­nis­sen angezeigt.

Trotz allem bleibt die hän­di­sche Online-Recherche zeit­rau­bend. Für The­men, die Sie kon­stant ver­fol­gen möch­ten, bie­tet sich des­halb ein Moni­to­ring an. Ein Arti­kel dar­über und emp­feh­lens­werte Tools folgt in Bälde.

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